Monumentales Altarobjekt aus SLS

(Lupburg, 13.11.2018) Auf der formnext, der Leitmesse für Additive Fertigung und 3D-Druck, werden nicht nur bahnbrechende technologische Neuheiten und Dienstleistungen, sondern auch spektakuläre Anwendungen präsentiert. Bis zum Mai 2019 wird die FIT Additive Manufacturing Group ein ganz besonderes Projekt realisieren: Eine komplett additiv gefertigte Skulptur für einen Kirchenraum.


Das sogenannte Retabel für die Kirche St. Laurentius in Altmühldorf entstand in der Zusammenarbeit des Architekten Oliver Tessin und des Künstlerduos „EMPFANGSHALLE“. Die FIT AG ist damit beauftragt, diese 8 m hohe Skultpur zu fertigen. Das Team aus Architekt und Künstlern arbeitete gemeinsam an dem Werk, bei dem sich Forschung zu computer-generierten zellularen Strukturen und ein künstlerisches Raumkonzept ideal ergänzen. Die Vision der Künstler war es, ein Kunstwerk mit den modernsten, heute möglichen Fertigungsmethoden zu realisieren.

Forschung trifft Kunst
„Seit Jahrhunderten sind die Kirchen Träger unseres kulturellen Erbes. Wir möchten etwas hinzufügen, das unserer heutigen Zeit entstammt und gleichzeitig den durch unterschiedliche Baustile geprägten Kirchenraum in Altmühldorf bereichert“, beschreibt Empfangshalle das kontrastreiche Projekt. Der Architekt Oliver Tessin ergänzt: „Die Motivation für dieses Projekt sah ich darin, meine Forschung zu komplexen Leichtbaustrukturen in situ anzuwenden, denn diese gründen auf der gleichen Philosophie und Logik wie die gotische Architektur der Pfarrkirche St. Laurentius. Schon damals nutzten die Architekten der Gotik die Formfindungsprozesse der Natur - Spitzbogen und Rippengewölbe sind schließlich aus der Natur abgeleitete Konstruktionsprinzipien. Heute hingegen ist es durch computer-basierte Formfindung und additive Fertigung möglich, wesentlich komplexere Tragstrukturen zu entwerfen und zu bauen.” Auftraggeber und Bauherr ist die Katholische Kirchenstiftung St. Laurentius Altmühldorf, vertreten und unterstützt durch das Erzbischöfliche Ordinariat München.

Gotik und 3D-Druck
Bei der technischen Entwicklung und Umsetzung setzen die Verantwortlichen auf die Kompetenzen der FIT Additive Manufacturing Group. Solche komplexen, organischen Formen lassen sich mit 3D-Druck perfekt umsetzen. „Es ist bemerkenswert, dass eine kleine, aber engagierte Pfarrgemeinde ein so großes Interesse an einer solch modernen, künstlerischen Ausgestaltung ihrer Kirche hat. Kirchen sind ja seit jeher ein Ort, an dem sich die Spitze der Handwerkskunst zeigt, und wir sind stolz, an einem so beeindruckenden Werk mitzuwirken“, erklärt Bruno Knychalla, Projektingenieur für großformatige Objekte bei FIT. In wenigen Monaten wird das Retabel imposante 8 Meter hinter dem Altartisch in die Höhe ragen und sich dabei durch seine filigrane Gestalt harmonisch in den Kirchenkontext einfügen.

Spezielle Anforderungen an das künstlerische Unikat
Die einzelnen Elemente der Altarskulptur werden im Selektiven Lasersintern (SLS) durch schichtweisen Laserauftrag aus weißem Polyamid hergestellt und anschließend mittels thermischem Spritzen zuerst mit Aluminium und danach mit einer Bronze-Aluminium-Legierung beschichtet, wodurch dem Kunstwerk zusätzliche Stabilität und gleichzeitig eine optisch attraktive, goldene Oberfläche verliehen wird. Einen Eindruck von dem laufenden Projekt können Interessierte sich am Stand der FIT Additive Manufacturing Group auf der formnext verschaffen.

Über die FIT Additive Manufacturing Group:
Die FIT Additive Manufacturing Group ist ein führender Industriepartner für die Additive Fertigung. Als Pionier der Branche mit rund 25 Jahren Erfahrung fertigt das Unternehmen für ein breites Kundenspektrum Prototypen, Produktionshilfsmittel, 3D-gedruckte Ersatzteile oder additiv gefertigte Endbauteile. Vom Produktdesign über die Konstruktion und Herstellung bis hin zur Nachbearbeitung stellt der AM-Spezialist dabei die gesamte Wertschöpfungskette des 3D-Drucks zur Verfügung. Zusätzlich verfügt FIT auch über zahlreiche konventionelle Verfahren, wie z.B. CNC-Fräsen, Spritzguss, Vakuumguss oder die Verarbeitung von Elastomeren. Der Umsatz der FIT AG lag 2017 bei 25,4 Mio. €. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen derzeit 300 Mitarbeiter am Firmenstammsitz in Lupburg sowie an weiteren Standorten, u.a. in Feldkirchen, Brasov (Rumänien), Schukowski (Russische Föderation) sowie in Peoria und Southborough/Boston (USA).

Die FIT Additive Manufacturing Group ist zu finden auf der formnext (13.-16.11.2018) in Frankfurt/Main in Halle 3.1 Stand F88.

Kontakt für die Presse:
Dr. Elisabeth Bauer
FIT Additive Manufacturing Group
Am Grohberg 1
92331 Lupburg

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